Schmerzen

Sie kehren wieder.
Die Schmerzen der Vergangenheit.
Manchmal sind sie so fern verschlossen von mir.
Dann fühle ich einfach nichts. Gar nichts. Eine endlose erschreckende Leere.
Aber dann gibt es Zeiten, wo der Schmerz allgegenwärtig ist.
Er endet dann tagelang nicht und quält mich stundenlang in Form von körperlichem Schmerz oder Flashbacks mit Bildern und Stimmen.

Depressionen, endlose Schwärze, elende Finsternis in mir.
Es sind zu viele Bilder, zu viele Informationen von früher.
Wieviele male stand ich dem Tode so nahe und bin doch geblieben.
Es gibt zwei Seiten in mir die ich mir bewusst bin.
Die Seite in mir mit Schmerz und die Seite die keinen empfindet.

Ich bin froh wenn ich überhaupt etwas empfinde, aber muss es denn gleich immer so viel sein?
Und meine Gedanken, können sie nicht endlich mal leise sein?
Ich kann schlafen, endlich einmal nach Jahren und doch werde ich den Schmerz von früher nicht los.
Er kommt immer wieder, körperlich oder seelisch.

Oft frage ich mich, wie lange werde ich noch leben.
Einerseits fühle ich mich alt, anderseits aber noch so jung im Geiste.
Mein „Ich“ in vielen Dimensionen….
Ich möchte gerne meine Mitte finden, aber die gibt es im Moment nicht.
Eine Möglichkeit zu existieren die das Leben hier erträglich macht, das wäre mein Wunsch.
Ich möchte gerne fühlen. Aber nicht so viel.

Zu Zeiten des totalen Gefühlsverlustes hat man das Gefühl den Verstand zu verlieren.
Weil man denkt man wird nie wieder fühlen.
Aber zu viel fühlen ist auch unerträglich.
Ich wünsche mir eine Mitte.

Meine Gedanken sind verwirrter die letzten Wochen hindurch.
So ergeht es mir, wenn ich gestresst bin, mit meinem Leben unzufrieden.
Weil ich weiss, innerlich habe ich ein ruhige Mitte aber nicht zu Zeiten wie diesen.
Dann schreibe ich manchmal mehr oder höre viel Musik.
Das kann mich ein wenig beruhigen.
Auch lange Spaziergänge helfen extrem gut.

Aber solange ich schlafen kann, ist alles noch einigermassen im Gleichgewicht.

Auch der Herbst ist so eine Zeit, wo ich immer Anfange noch mehr zu grübeln.
Diese Nebelschwaden an den Tannwäldern und alles in graues Licht getaucht, haben ja schon etwas sehr melancholisches.
Ja, die Natur wird langsam ruhiger….

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Ein Kommentar zu “Schmerzen

  1. Hat dies auf Erdlingskunde rebloggt und kommentierte:
    Der Himmel ist heller, die Erde ist dunkler geworden.
    Sara Ferrer ist nicht mehr unter uns. Vor einem Monat, am 4. Dezember ist sie gegangen. Wohl aus freiem Entschluss istz die „Sternerreisende“ in eine andere Welt aufgebrochen.
    Es scheint, als wäre auf der Erde kein Platz für Wesen aus dem Feenreich…
    Ihr mutiger und ergreifender Blog „Saras World“ hat mich immer tief berührt! Zur Erinnerung an diesen wunderbaren Menschen möchte ich ihren letzten Beitrag rebloggen.

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