Hochleistung.

Ich bin zurück.
Zurück im Leben.
In einem normalen Zustand.
Zumindest ein Zustand in dem ich mich fähig befinde einen neuen Artikel zu schreiben.

Ich war kurzzeitig mal ausgefallen, weil mein Gehirn wieder mal „hoch lief.“
Risperdal haben sie mir verschrieben, die Psychiater, und Temesta.
Aber nichts halt geholfen.
Gegen meine Gedanken kommt nichts an, kein Medikament, keine Droge der Welt.
Ich habe mich kurzfristig in ein Krieseninterventionszentrum begeben, weil ich irgendwie mich nicht mehr so wohl fühlte mit meinem Gehirn.
Ich hatte einmal sowas wie ein epileptischer Anfall und davor hatte ich wieder Angst.
Es gibt Situationen wo mein Gehirn oft „überlaufen“ kann vor zuvielen Bildern und Gedanken, der Stress muss einfach gross genug sein.
Vor drei Wochen war mal wieder so eine Situation.

Die Psychiater im Krieseninterventionszentrum meinten nur immer, das mein Gehirn „viel zu sehr heisslaufe“
Aber warum kann ich denn nicht einfach im Stress auf dem Boden bleiben?
Kommen grössere Krisen in meinem Privatleben vor, kann ich nicht aufhören zu Denken.

Es bringt einfach meine Ordnung durcheinander und meine Sicherheit.
Alles verliert an vertrauen und ich „löse mich auf“
Das sind die wirklichen Schattenseiten des Autismus.

Manchmal muss ich Cannabis rauchen um meine Gedanken irgendwie noch zu bremsen.
Ohne irgend eine Substanz ist das extrem schwierig.
Ich habe schon mehrmals versucht, nichts zu konsumieren, aber die Gedanken sind so dermassen viel, das ich kaum schlafen kann und oft unter Verspannungen leide.
Ich finde eine Pflanze besser als irgend ein Medikament. Aber am liebsten wäre es mir, wenn ich nichts nehmen müsste.
Im Gespräch mit der Pflegerin kam raus, das ich halt die gesamte Energie in mein Denken investiere.
Sie sagte, mein Körper kriege zuwenig Energie, aber mein Gehirn alles.
Es fiel mir auch schwer zu essen, mir ist dann oft schlecht.
Sie meinte auch noch das ich einfach zuviel lese und zu wenig lebe, ich solle mehr unter die Menschen gehen.

Da mag sie wohl recht haben.
Die Datenmenge in meinem Kopf ist zu Gross.
Und die Menschen, manchmal, die tun mir mit ihren Gedanken und Gefühlen weh. Ich stimme völlig zu, das die Theorie stimmt, das Autisten eher zuviel Empathie haben als zuwenig.
Da ich die Menschen schon immer gefühlt habe und deren Schmerzen ebenso.
Oft ist es mir nämlich zuviel.
Ich spüre, was andere spüren so sehr, das ich oft das Gefühl hatte daran zu zerbrechen.
Ich ziehe mich dann zurück.

Im Krieseninterventionsszentrum hatte ich mehrmals das Gefühl, die Leute da und die Psychiater waren mit mir ziemlich überfordert.
Mein Gehirn liess sich kaum runterfahren, geschlafen habe ich nur mit 1-2 mg Temesta und 0.5 mg Risperdal aber teilweise lief ich trotzdem noch rum.
Die Pfleger sagten mir, die Medikamente wirken bei mir paradox.
Meine Gedanken wurden immer paranoider und ich wurde immer ängstlicher und schlussendlich habe ich alles abgesetzt.

Ich musste Tagelang mit diesen ziemlich komischen paranoiden Gedanken zurechtkommen.
Ich hatte sogar das Gefühl man verfolge mich und sogar das ich sterbe.
Mein Gehirn fing an Ereignisse ganz komisch zu verknüpfen und das unaufhörlich.
Zum Glück ist nun alles wieder in Ordnung und ich muss meine Rituale wieder finden.
Solche Kriesen will ich eigentlich nie mehr erleben.

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