Wer sind wir?

Es ist klar, das sicher jeder sich einmal diese Frage gestellt hat.
Aber ich stelle sie mir, seit ich mir bewusst war, das um mich herum andere Menschen existierten.
Das war so ungefähr mit elf Jahren.
Auf den unzähligen Flügen nach Spanien mit meinem Vater sah ich oft aus dem Fenster und sah die Großstädte der Menschen von Oben.

Es lag nahe, das ich den Vergleich anfing zu ziehen, das diese Großstädte von Oben genau so aussahen wie eine Krebszelle oder ein anderer „Organismus“ der sich über den Planeten „frass“.
Ich machte mir die ganze Jugendzeit hindurch Gedanken zu diesem Thema.

Ich dachte mir, was, wenn wir einfach „Einzelteile“ von einem grösseren Organismus wären?
Im Grunde genommen, bestehen wir Menschen doch aus Milliarden von einzelnen Zellen, jede mit ihrem eigenen Innenleben.
Angenommen, eine solche Zelle hätte ein Bewusstsein, dann wäre sie wie ein einzelner Mensch, aber zusammen ergeben sie eine Großstadt die reibungslos funktioniert.
Im Grund genommen wiederholt sich einfach alles unendlich, eben, wie ich schon mal schrieb Welten in Welten in Welten in Welten…..

Ich dachte dann, angenommen alles hätte ein Bewusstsein, auch eine Zelle.
Und mehrere von diesen ergeben dann einen grösseren Organismus, mit einem „höheren Bewusstsein“ und dann geht das unendlich so weiter.

Was würde dann also passieren, wenn eine einzelne Zelle unseres Körpers aber „böse wird“ und „eigene Wege gehen will“, sozusagen „rebellieren will?“
Theoretisch würde sie dann eine Armee produzieren, sich also vermehren, um dann mit anderen gegen die ganzen restlichen Zellen zu kämpfen.
Und genau das tut ja Krebs.
Genau wie die Großstadt vernichtet das aber auf Dauer den „grösseren Organismus“ auf dem der Krebs ja gewissermassen „lebt“.
Im Fall der Großstadt wäre das also der Planet.
Der Planet wäre ja dann auch ein Lebewesen, mit Bewusstsein nach meiner Theorie.

Was, wenn wir Menschen nichts weiter als ein Parasit, ein Geschwür, ein Krebs für diesen Planeten wären?
Wenn wir gar nie die „Krönung der Schöpfung“ sind, wie viele es doch sehen, sondern einfach nur ein energiesaugender Räuber.
Ich meine, auch solche braucht es in einem Ökosystem.
Jedoch das entspräche nicht dem menschlichen Bild, welches er sich doch gerne wünschen würde.
Der Mensch will sich gerne in einem reinen Bild sehen, er als „das Beste“ was die Evolution hervorbringen konnte.
Aber das sind wir nicht.
Schaut mal alle genau hin.

Hier sieht man eindeutig, das gewisse Strukturen öfters vorkommen:

Großstadt von Oben:
2-format43

Krebszellen:
krebszelle-DW-Wissenschaft-BR3

Nervenzelle des Menschen:
zoom

Strukturen des Universums: (Verteilung der Materie, dort wo orange ist, ist die Information am höchsten)
universum+

Jedoch weiss ich aber noch lange nicht, warum dann der Mensch über das alles nachdenken kann.
Lernen wir einfach ununterbrochen?
Für was lernen wir und warum müssen wir das tun?

Ist das Universum einfach ein eigener Organismus und denkt auch nach?
Wohin führt das Denken?

So viele Fragen…..

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3 Kommentare zu “Wer sind wir?

  1. Liebe Sara,

    ich denke etwas anders als du. Trotzdem ergeben sich interessante Parallelen, die für mich auch eine gesellschaftspolitische Bedeutung haben.

    Ich glaube nicht, dass z. B. Krebszellen ein Bewusstsein haben. Sie wissen nicht, dass sie bösartig sind und den Organismus, in dem sie leben (den Körper) und damit letztlich sich selbst zerstören. Bei Krebzellen liegt kein „Entschluss“, sondern ein genetischer Defekt vor, der dazu führt, dass der Tumor wuchert, sich Metastasen bilden usw.

    Ich bin in einer Großsstadt aufgewachsen und habe diese Stadt immer als ein riesiges hässliches Geschwür empfunden, dass immer weiter wuchs, sich in die Landschaft hinenfraß, Tochtergeschwüre (Trabantenstädte) bildete und die Umwelt, also die Lebensgrundlage der Menschen zerstörte. Und ich bin mir sicher, dass die gegenwärtige Industrie- und Konsumgesellschaft vor einem Kollaps steht.

    Wie sieht es dabei mit dem Bewusstsein der einzelnen Bestandteile (Menschen, Familien, Betriebe usw.) aus? Ich meine, dass sie sich der Bösartigkeit dieser Entwicklung nicht bewusst sind. Einige sind es vielleicht, aber zu wenige. Die Menschen wissen nicht, was sie anrichten. So wie Krebszellen auch nicht wissen, was sie im Körper bewirken. Sie funktionieren nur nach ihren eigenen partikularen Prinzipien, ohne an das Ganze zu denken. Selbst Politiker denken meistens nur bis zur nächsten Wahl, aber nicht darüber hinaus.

    Und meine Frage ist:
    Können wir das ändern?
    Können wir Menschen lernen, über unseren eigenen kleinen Horizont hinauszudenken?
    Können wir, wenn jeder bei sich selbst anfängt, ein Bewusstsein für unseren Planeten und einen dazu passenden Lebensstil entwickeln?

    http://textschiff.wordpress.com/2013/09/02/das-knistern-von-kandis-im-tee/

    • Krebszellen sind nicht zu unterschätzen. Sie produzieren gezielt Stoffe, die das Immunsystem ablenken und verwirren. Ich sehe das als organisiertes Handeln. Beuwsstsein ist für mich eine bestimme Verknüpfung von Information. Und wer verwirren kann, der hat ein Minimumum an Information wie das geht und kann somit „handeln“ um zu überleben. Und wer weiss, vielleicht halt alles was Informationen enthält Bewusstsein, nur, halt nicht so ein komplexes wie wir? Es stimmt auch nicht ganz immer das Krebs ein Gen-defekt ist. Oft kommt ein Virus mit einem weiteren kleinen Genabschnitt (Information) in eine menschliche Zelle und ergänzt den Gencode des Menschen mit ihrem eigenen, woraus eine neuen Zelle mit mehr Informationen entsteht, die dann ganz anders handelt als die usprüngliche. Und voilà, es ist eine neuen“Spezies“ entstanden.

      • Ein interessanter Gedanke!
        Demnach hätte für dich alles, was Information enthält, so etwas wie Bewusstsein?
        Denn eigentlich enthält ja alles, was existiert, in irgendeiner Weise Information. Zumindest über die eigene Beschaffenheit und darüber, das es (z. B. ein Molekül) unter besimmten Voraussetzungen stabil ist.

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