Fortschritt….

Ich merke jedenfalls, wie das Schreiben über all diese Erinnerungen in meinem Kopf sehr gut tut.
Alles was ich will, das die Menschen mir glauben und mich ernst nehmen.
Weil die Worte die hier stehen, habe ich wirklich so erlebt.

Es gab so viele Zweifler, angefangen von meiner Lehrerin bis zu meiner Chefin. Sie alle haben weg geschaut. Nun hoffe ich, ihr Leser schaut nicht weg!
Und andere, die so etwas erlebt haben, sollten auch ehrlich darüber schreiben.
Ausserdem werde ich keine Namen nennen hier in meinem Blog.
Und möchte ich erwähnen, in meinem Buch, welches ich schreiben werde, ich mehr von meiner Wahrnehmung schreiben werde und meinen Emotionen, allgemein mehr in die Tiefe gehen, wo ich jetzt hier nicht mache.
Dieser Blog dient einfach als „kurze Übersicht“ über mein autistisches Leben.

So, weiter in der Story ich befand mich also nach meiner Ausbildung in einer sehr doofen Situation.
Da ich ein schlechtes Arbeitszeugnis ausgestellt bekommen hatte, fand ich keine Arbeit anschliessend.
Ich brach wie in mir zusammen, da gewohnte Strukturen wegfielen.
Ich wurde apathisch, und ohne Zukunftsperspektive. Ich hatte wieder angefangen mehr zu rauchen aus Langeweile.
So viel Stress und auf einmal einfach diese Ruhe.

Ich schlief beinahe 13 Stunden täglich und gegessen habe ich kaum etwas.
Es war alles „heruntergefahren“ und war kaum wieder hoch zu bringen.
Ich musste dann von meinem Vater mit 18 Jahren ausziehen, so zog ich in eine WG, da ich jemanden kennengelernt hatte der zufällig da wohnte.
Und die hatten gerade ein Zimmer frei.

Mit Arbeitslosengeld zog ich also dahin, immer in der Hoffnung einen guten Arbeitsplatz zu bekommen.
Es war ziemlich komisch, so ohne Verpflichtung zu sein.
Und auch ganz alleine.
Die Mitbewohner waren arbeiten und so war ich den ganzen Tag zuhause.

Dann lernte ich meinen damaligen festen Freund kennen.
Er war 10 Jahre älter als ich, also 28 Jahre alt.
Oft hatte ich in dieser Zeit ziemlich an ihm geklammert weil unser Treffen an den Wochenenden mir so etwas wie Struktur gab.
Aber unter der Woche litt ich ziemlich unter Langeweile.
Dazu ass ich immer noch kaum etwas, um ja nicht wieder „dick“ zu werden.
Mir rissen irgendwann die Mundwinkel ein, wohl vom Eisenmangel.
Meine Haut war blass, meine Glieder schwach vom ständigen rumliegen.

Dieser Mann rauchte Cannabis und leider bewegte er mich zum mitmachen.
Ab diesem Zeitpunkt an, fing ich tatsächlich an Cannabis zu rauchen.
Einfach aus Langeweile und auch weil es damals beruhigend war.

So verging ein Jahr.
Eine Arbeit war immer noch nicht in Sicht und ich versank immer mehr im Sumpf des Sozialnetzwerks der Schweiz.
Je länger man arbeitslos ist – desto unmöglicher der Weg zurück.
Und was noch schlimmer ist, das ist von unserer Regierung so geplant.
Arbeitslose müssen sein, ansonsten lebt das Wirtschaftssystem nicht.

Die Leute des Arbeitsamtes und dem Sozialamt tun alles dafür, das du eigentlich nicht mehr wegkommst von da.
Ich wurde oft nach Hause geschickt, wenn ich um Stellen gebeten habe, oder oft wurden mit Stellen zugeteilt, die unmöglich mit meiner Qualifikation zu bewältigen waren.
Ich hatte das Gefühl, ernsthaft verarscht zu werden!
Ich wollte arbeiten, aber keiner hat Arbeit, wie kann das sein?

Ich fing an Zuhause mich mit unserem Wirtschaftssystem auseinanderzusetzen.
Und wurde ab diesem Zeitpunkt an der Mensch der ich heute bin.
Endlich konnte ich mal lesen, wie die Welt und die Menschen funktionierten.
Ich hatte Zeit, alles zu studieren…..
und ich entdeckte ziemlich viel Ungereimtheiten….039 Hilfe, ich kann meine Hand nicht bremsen, mir Tortillas in den Kopf zu schieben

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